Standesamtliche Trauung in Frankfurt-Höchst
Wer in Frankfurt standesamtlich heiraten will, denkt meistens zuerst an den Römer. Dabei gibt es ein paar Kilometer weiter westlich einen Ort, den ich persönlich lieber mag: das Standesamt Höchst im Emmerichpavillon des Bolongaropalasts, direkt am Main.
Ich war dort inzwischen bei einigen Trauungen dabei, als Fotograf und als Videograf. In diesem Beitrag zeige ich Euch Momente aus mehreren dieser Hochzeiten und wie so ein Tag in Höchst typischerweise abläuft.
Getting Ready – gemeinsam oder getrennt
Nicht jedes Paar möchte ein Getting Ready. Wer sich dafür entscheidet, bekommt aber Bilder, die man sonst nie sieht: das Hemd, das noch nicht ganz zu ist, die Mutter, die am Kleid zupft, die Ruhe kurz bevor es losgeht.
Manche Paare machen sich zusammen fertig, zu Hause oder im Hotel. Das finde ich jedes Mal schön, weil es entspannt ist und man sich gegenseitig die Nervosität nimmt. Andere wollen sich erst beim Standesamt sehen. Beides ist völlig in Ordnung.
First Look vor dem Standesamt
Wenn der Bräutigam das Kleid vor der Trauung nicht sehen soll, planen wir einen First Look ein, kurz vor dem Termin und etwas abseits der Gäste. Er steht mit dem Rücken zu ihr, sie kommt von hinten, tippt ihm auf die Schulter, er dreht sich um.
Mehr braucht es nicht. Die Reaktion in diesen paar Sekunden ist fast immer ehrlich, und genau deshalb gehören diese Bilder oft zu den stärksten des Tages. Und wenn Ihr danach den Trausaal betretet, ist die erste Aufregung schon raus.
Die Trauung in Standesamt Höchst im Emmerichpavillon
Das Standesamt Höchst ist seit 1960 im Emmerichpavillon untergebracht, einem kleinen barocken Gartenpavillon des Bolongaropalasts. Der Trausaal ist nicht groß, aber hell, mit großen Fenstern, einem Deckengemälde aus dem 18. Jahrhundert und der Büste des Kurfürsten Emmerich Joseph. Man merkt sofort, dass man hier nicht in einem Amtszimmer heiratet.
Während der Trauung stehe ich so, dass ich Euch beide und die erste Reihe im Blick habe, ohne im Weg zu sein. Ihr sollt Euch auf den Moment konzentrieren, nicht auf die Kamera.
Gratulationen und die ersten Tränen
Direkt nach dem Ja-Wort wird es im Saal laut und eng. Alle wollen gleichzeitig umarmen. Das ist der Teil, auf den ich mich am meisten freue, weil niemand mehr an die Kamera denkt. Die Oma, die das Taschentuch schon seit der Rede in der Hand hält. Der Trauzeuge, der so tut, als hätte er nur etwas im Auge. Der Papa, der nichts sagt und einfach nur drückt.
Gruppenfotos und Familienfotos draußen
Danach geht es raus. Für Gruppenbilder und Familienfotos nehmen wir uns bewusst Zeit, aber nicht zu viel. Mein Tipp: Überlegt vorher, welche Konstellationen Euch wichtig sind, und gebt die Liste einem Trauzeugen. Dann läuft es zügig, und niemand steht eine halbe Stunde in der Sonne.
Beim Standesamt sind diese Fotos wertvoller, als viele denken. Oft ist es eines der wenigen Male, an denen die engste Familie so zusammenkommt, gut angezogen und gut gelaunt. Viele meiner Standesamt-Paare feiern ein Jahr später noch einmal groß. Den Tag, an dem Ihr wirklich verheiratet wurdet, gibt es trotzdem nur einmal.
Brautpaarshooting in der Höchster Altstadt
Das Praktische an Höchst: Ihr müsst nirgendwo hinfahren. Die Altstadt liegt direkt um die Ecke, und in ein paar Minuten zu Fuß habt Ihr ganz unterschiedliche Hintergründe.
Am Höchster Schloss
Das Schloss mit seinem alten Turm und der Schlossplatz davor gehören für mich zu jedem Shooting in Höchst. Viel Platz, alte Mauern und, je nach Tageszeit, schönes weiches Licht.
Zwischen den Fachwerkhäusern
Ein paar Schritte weiter wird es eng und verwinkelt: Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster, kleine Gassen. Ich lasse Euch einfach ein Stück laufen, reden, lachen, und fotografiere, was passiert. Stundenlang posieren müsst Ihr bei mir nicht.
Wer noch Lust hat, macht zum Schluss einen kurzen Abstecher ans Mainufer. Gerade wenn die Sonne tiefer steht, lohnt sich das.




Kommentare